Von Michael Hamilton
Diese Lektion beginnt mit einem Goldenen Text, der himmelwärts deutet: „Die Himmel erzählen die Ehre Gottes.“ (Psalm 19:1) Diese Nachricht verbreitet sich bald über den ganzen Planeten; jeder einzelne Teil von Gottes Schöpfung ist zu Folgendem angehalten: „Singet dem HERRN, alle Lande, verkündiget täglich sein Heil!“ (1. Chr 16:23, Wechselseitiges Lesen) – als ob die Schöpfung die Titelfrage dieser Wochenlektion beantworten würde: „Hat sich das Universum, einschließlich des Menschen, aus atomarer Kraft entwickelt?“
In fünf Abschnitten enthüllen der Mensch und das Universum das Himmelreich Gottes. Das Buch Hiob beschreibt ein Universum, das wunderschön ist und sich auf die göttliche Macht verlässt: Gott „hängt die Erde über das Nichts“ (Hiob 26:7, Zitat 2). Die Bibelzitate im zweiten und dritten Abschnitt kreisen um das erste Kapitel des Lukasevangeliums und berichten vom Beginn der Messias-Ära. Lukas erzählt die Geschichte von Jesu Geburt im Zusammenhang mit der von Johannes dem Täufer. Der Engel Gabriel ist Gottes Botschafter für Zacharias, Johannes' Vater, und für Maria, der Mutter Jesu, und erzählt ihr, „Elisabeth [Johannes Mutter], deine Verwandte, ist auch schwanger mit einem Sohn, in ihrem Alter, und ist jetzt im sechsten Monat, von der man sagt, dass sie unfruchtbar sei“ (Lk 1:36, Zitat 8). Anscheinend weiß Maria nichts von Elisabeths Schwangerschaft, weil diese „sich fünf Monate verborgen“ hielt (Vers 24). Die Bekanntmachung von Elisabeths Schwangerschaft „im sechsten Monat“ durch einen Engel gegenüber Maria dient als vorbereitendes Zeichen für Maria, dass „bei Gott kein Ding unmöglich“ ist (Vers 37). Für Elisabeths Zurückgezogenheit wird keine Erklärung abgegeben außer der, die wir aus ihren eigenen Worten schlussfolgern können: „So hat der Herr an mir getan in den Tagen, als er mich angesehen hat, um meine Schmach unter den Menschen von mir zu nehmen“ (Vers 25).
Marias drei Monate umfassender Besuch im Haus von Zacharias und Elisabeth ähnelt in mancherlei Hinsicht dem fünfmonatigem Rückzug ihrer Cousine (siehe Vers 56). Lukas berichtet uns, dass Maria „eilends“ zu ihren Verwandten aufbrach, aber er nennt keinen genauen Aufenthaltsort, nur „zu einer Stadt in Juda“ und „in das Gebirge“ (Vers 39). Das Treffen der beiden Frauen ist erfüllt von geistiger Kraft und Inspiration.
Gehen wir weiter zu Lukas 7. Hier finden wir den erwachsenen Jesus inmitten seiner Heilarbeit, wie er auf eine prägnante Frage seines Cousins Johannes, der inzwischen von dem ausschweifenden König Herodes gefangengenommen worden war (siehe Zitat 13), antwortet. Zusätzliche Bestätigung dafür, dass Jesus auf Johannes‘ Frage antwortete, zeigt sich, als Jesus, vermutlich vor den Toren des Dorfes, auf eine Gemeinschaft von Aussätzigen trifft. Jesus instruiert die zehn Männer, die ihm aus einigem Abstand zuriefen, da sie sich aufgrund ihrer Quarantäne nicht näher an ihn heran wagten, so wie es das jüdische Gesetz verlangt: „Geht hin und zeigt euch den Priestern.“ Vielleicht ist es ironisch, dass der einzige Mann in der Gruppe, als Samariter selbst gar nicht verpflichtet, sich an die Regeln der jüdischen Religion bezüglich Aussatzes und seiner Heilung zu halten, auch der einzige Mann ist, der anschließend zurückkehrte, um sich bei Jesus zu bedanken (siehe Lukas 17:12-19, Zitat 14).
Die Bibeltexte dieser Lektion gipfeln in acht Versen aus dem Buch der Offenbarung, Kapitel 21 und 19 (siehe Zitate 16, 17). Dieses Buch enthält eine Reihe von Visionen und das Kapitel 21 beginnt mit der siebten und letzten Vision. Die Beschreibung des neuen Himmels, der neuen Erde und des neuen Jerusalems stellt den Kern dieser Vision dar und bringt damit Gottes schöpferisches Tun zum Ausdruck.
Die Bibelzitate werden zu Schlüsselpassagen aus Wissenschaft und Gesundheit in Beziehung gesetzt, die hervorheben: „Die wahre Theorie vom Universum, einschließlich des Menschen, liegt nicht in materieller Geschichte, sondern in geistiger Entwicklung“ (S. 547, Zitat 4). Das stellt die Debatte von Schöpfungs- versus Evolutionslehre auf eine neue Grundlage. Eine weitere Passage behandelt das, was in der Randüberschrift „Wissenschaftliche Geburtshilfe“ genannt wird (S. 463, Zitat 17), und bietet hilfreiche Ideen für werdende Eltern.
Es gibt noch viel mehr zu entdecken in den genannten Zitaten und auch in anderen, die folgende fundamentale Wahrheit betonen: „Geistige Entwicklung allein ist es wert göttliche Macht auszuüben“ (S. 135, Zitat 13).
Michael Hamilton unterrichtet Religionswissenschaften am Principia College in Elsah, Illinois, USA.