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Entdeckung - Inspiration - Heilung

Unsere Einheit mit Gott

Die Bibellektion dieser Woche mit dem Titel „Versöhnungslehre“ offenbart einen unvergleichlichen Gott der Liebe, der darauf bedacht ist, Seine Kinder zu Ihm zurück zu führen, wenn sie abgeirrt sind. Versöhnung, (oder auch: Sich-wieder-Vereinigen, Zusammenführen und die Veranlassung, harmonisch nebeneinander zu leben) ist der Kern der Versöhnung. Die Lektion zeigt, wie das Verständnis unserer Einheit mit Gott der einzige Weg ist, die ständige Harmonie in unserem Leben – und in unserer Welt – zu realisieren.

Als ich einige Nachforschungen betrieb, um zu herauszufinden, warum Mary Baker Eddy das Thema “Versöhnung“ als eine der 26 Lektionen bestimmte, die zweimal jährlich studiert werden sollte, entdeckte ich einen Vortrag über dieses Thema aus dem 19. Jahrhundert. Er erklärte, dass das Wort Versöhnung, auf Englisch „atonement“ aus drei Silben besteht: „at-one-ment“, und die Silbe „ment“ kommt aus dem lateinischen „mens“, oder „mind“ was bedeutet, dass das Wort „Versöhnung“ – atonement – bedeutet: ein Gemüt haben. Die Versöhnung ist ein Thema, das über Jahre hinweg auf verschiedene Art und Weise betrachtet worden ist. Eddy bezeichnet die Versöhnung als ein „schwieriges Thema in der Theologie“ (Wissenschaft und Gesundheit, Seite 23, Zitat 23). Viele betrachten die Versöhnung als ein einmaliges Ereignis, nämlich als Jesus Christus sein Blut am Kreuz vergoss, um die Sünden der Welt hinweg zu nehmen. Eddy erklärt uns (ebd., Zitat 23): „Die Versöhnung fordert die ständige Selbstaufopferung von Seiten des Sünders“.

Im Alten Testament lesen wir von Priestern, die Gott Tiere opferten als Entschädigung für ihre Sünden und auch um Sühne zu schaffen für Israel. (Siehe 2. Chr 29:24) Im Neuen Testament lernen wir, dass Christus Jesus der Mittler ist zwischen Gott und dem Menschen (1. Tim 2:5, Goldener Text). Der Christus vereinigt Gott und Mensch. Da Gott unveränderliche Liebe ist, vereinigt der Christus uns immer mit Gott – nicht umgekehrt.

Auch wenn es allgemein akzeptiert wird, dass Jesus starb (sich selbst opferte), um uns alle von der Sünde zu erlösen, spricht das Wechselseitige Lesen vom „Gesetz des Geistes, der lebendig macht in Christus Jesus“ (Rö 8:2). Das göttliche Gesetz ist ewig, nicht auf eine bestimmte Zeit begrenzt, aber es verlangt Anwendung.

Wissenschaft und Gesundheit erklärt, dass Jesus sein Werk tat „aus Erbarmen mit den Sterblichen – um ihnen zu zeigen, wie sie ihre Arbeit tun können, jedoch nicht, um sie für sie zu tun“ (Seite 18, Zitat 22). Zudem äußert Paulus: „Aber das alles [ist] von Gott, der uns mit sich selber versöhnt hat durch Christus und uns das Amt gegeben hat, das die Versöhnung predigt. 2. Kor 5:18, Zitat 23) Eine neue englische Übersetzung übermittelt die Verse auf diese Weise: „Alles das ist ein Geschenk Gottes, der uns zu sich selbst zurückbrachte durch Christus. Und Gott hat uns diese Aufgabe übergeben, um die Menschen mit Ihm zu versöhnen.“ (The New Living Translation, frei übersetzt)

Jesus erwartete von uns, dass wir ihm nachfolgen. Er sagte, dass wer auch immer seine Worte hört und danach handelt, gleiche einem klugen Mann, der sein Haus auf Fels baute. (Mt 7:24, Zitat14)

Wir müssen eine klare Auffassung der Lehre (oder des Prinzips) der Versöhnung haben, um Jesu Beispiel folgen zu können – Einheit des Gemüts mit Gott zu haben und mit jedem von uns. Wenn wir die wahre Versöhnung (at-one-ment) mit Gott besser verstehen, werden wir –wie Jesus – keine Angst mehr haben zu sterben. Durch unser Beispiel werden wir andere zu Gott führen und das ewige Leben demonstrieren.

Der Prophet Elia, der 900 Jahre vor Jesus wirkte, erkannte das Bedürfnis der Hebräer, sich mit Gott zu versöhnen der sie aus der Knechtschaft befreite, indem er die Überlegenheit Gottes gegenüber Baal demonstrierte – dem Donnergott der Kanaaniter. Seine Motivation kam zum Ausdruck in seinem Gebet an Gott: „Erhöre mich Herr, erhöre mich, damit dies Volk erkennt, dass du, Herr, Gott bist und ihr Herz wieder zu dir kehrst“ (1. Kön18:37, Zitat 9). Wissenschaft und Gesundheit spricht von der Überlegenheit des Geistes über die Materie: „Um einen Gott zu haben und dir die Macht des Geistes zu Nutze zu machen, musst du Gott über alles lieben.“(Seite 167, Zitat 8) Wenn wir uns von der Materie dem Geist zuwenden und Gott über alles lieben, offenbart sich unser Einssein mit Gott und es herrscht Harmonie.

Das Ziel ist nicht, mit Gott in Einklang zu stehen, um einen gewissen Komfort in der Materie zu erreichen, es geht darum, die Einheit des Gemüts zu verstehen. Dann folgt ganz natürlich die Heilung. Jesus demonstrierte die göttliche Autorität, als er eine Frau heilte, die schon seit 18 Jahren verkrümmt war und sich nicht mehr aufrichten konnte. (Siehe Lk 13:11-13, Zitat 15) Wissenschaft und Gesundheit erklärt, wie eine solche Heilung stattfinden kann, indem sie von Jesu „demütigen Gebeten“ spricht, die „tiefe und gewissenhafte Bezeugungen der Wahrheit waren – Bezeugungen der Ähnlichkeit des Menschen mit Gott und der Einheit des Menschen mit Wahrheit und Liebe.“ (S. 12, Zitat 14)

Wenn wir den Herrn, unseren Gott lieben „von ganzem Herzen, von ganzer Seele und mit all unserer Kraft“ (5. Mose 6:5, Wechselseitiges Lesen), dann wird die Lehre der Versöhnung eine dynamische, gelebte Lehre der Liebe; unser Leben ist umgewandelt und als Konsequenz davon auch die Welt. Jesus zeigte uns den Weg. Wir können ihm tatkräftig nachfolgen.

Katherine R. Fitzer ist Praktikerin der Christlichen Wissenschaft, die teils ins St. Louis, Missouri, und teils in Park City, Utah, USA lebt.

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