Druckseite
Entdeckung - Inspiration - Heilung

Eine Reise in die „Heilige Stadt“

Vom Goldenen Text zu den Hinweisen in der Offenbarung, die sich in jedem Abschnitt dieser Wochenlektion mit dem Thema „Wirklichkeit“ finden, wird das fortschreitende Erwachen zur geistigen Wirklichkeit beschrieben. Und das geschieht durch lebendige und hilfreiche Symbole. Diese Lektion gibt auch konkrete Beispiele für die heilsame Anwendung dieser Symbole.

Der Goldene Text und das wechselseitige Lesen bestehen weitgehend aus Psalm 48, der einer der Pilger-Psalmen ist und beim Gang nach Jerusalem zu den hohen jüdischen Festlichkeiten gesungen wurde. Überall in der Bibel ist Jerusalem die „Stadt Gottes“ und das Symbol für Gottes Gegenwart und rettende Macht. Wenn die Pilger zu der Stadt auf dem Hügel strömten, sangen sie von der Schönheit, Freude, Stärke, Zuflucht, liebvoller Freundlichkeit, Rechtschaffenheit, Gerechtigkeit und Schutz, die Gott jedem gewährt – und das für immer. Wo immer wir diese Eigenschaften ausgedrückt finden, sehen wir einen Schimmer von dem, was wirklich ist.

Die Lektion fährt von diesem starken Gefühl von Gottes Gegenwart im Anblick der historischen Stadt fort und bietet eine Reihe mentaler Bilder mit ihren ebenfalls kraftvollen Lehrstücken dar – symbolischen Visionen, die Johannes erschienen und in der Offenbarung stehen.

Im Abschnitt I erfährt Johannes, dass ihm symbolisch gezeigt wird, was geschehen wird – der gedachte Weg wird eingeschlagen, wenn die Wirklichkeit entdeckt ist. Die Vision in Offenbarung 4 (Zitat 3) enthält eine offene Tür, Älteste mit weißen Kleidern angetan, was Reinheit und Herrschaft bedeutet, Fackeln, die Licht spenden, und Posaunen, die aufwecken und erleuchten – und dies alles wirkt zusammen zum Lobpreis Gottes. Wissenschaft und Gesundheit erklärt: „Alle Wirklichkeit ist in Gott und Seiner Schöpfung, harmonisch und ewig“ (S. 472, Zitat 1). Und dies sind Eigenschaften, die uns zu verstehen helfen, was Wirklichkeit ist.

Als nächstes sieht der Offenbarer eine große Menschenmenge aus allen Nationen, die in Weiß gekleidet ist (Reinheit) und die vor dem Lamm Gottes steht – das symbolisiert Liebe, Unschuld und das Opfer des rettenden Christus (vgl. Off 7, Zitat 4). Johannes wird gesagt, dass die Menge alle die darstellt, die Trübsal erlitten haben und die durch die heilende Tätigkeit des Christus siegreich und rein daraus hervorgegangen sind. Dann erhalten wir eine schöne Erzählung über den Christus in Aktion: Einem blind Geborenen wird sein unschuldiges Selbst bewusst gemacht und seine Sehfähigkeit wird durch Jesus wiederhergestellt (vgl. Joh 9:1-7, Zitat 6). Wissenschaft und Gesundheit erklärt Jesu Blickrichtung auf die wahren Sinne des Mannes: „Ihre Wirklichkeit und Unsterblichkeit liegen im Geist und im Verständnis, nicht in der Materie – daher ihre Fortdauer“ (S. 486, Zitat 8).

Im weiteren enthüllt die Vision im Abschnitt III wunderbare Posaunen (vgl. Off 8, Zitat 8), sie symbolisieren in der ganzen jüdischen Geschichte die Gegenwart Gottes, sie riefen das Volk zum Kampf und zum Gottesdienst, kündeten Siege und Freiheit an. In Josua 6:1-20 (vgl. Zitat 11) sehen wir die Mauern, die den Zugang zu Jericho versperrten – und darüber hinaus das Gelobte Land – wie sie fallen durch das energische Rufen des geistigen Vertrauens. Nichts hat Wirklichkeit oder Macht, den Fortschritt des Guten aufzuhalten.

Und welch ein Fortschritt wird im Abschnitt IV enthüllt! Von einem Engel mit einer Stimme, wie ein Löwe brüllt, und gleichzeitig mit der befehlenden Stimme aus dem Himmel erhält der Offenbarer ein offenes Buch, das er verschlingen soll (vgl. Off10, Zitat 13). Und genau dann künden die „großen Stimmen des Himmels“ die Umwandlung dessen, was als materielle Welt erschien, in die wahre Welt von Gott und Seinem Christus (vgl. Off 11, Zitat 14). Wissenschaft und Gesundheit erklärt, dass das Büchlein „die Offenbarung der göttlichen Wissenschaft“ enthält (S. 559, Zitat 17), und gibt die Zusage des Trösters, dass „alle Dinge … weiter verschwinden [werden], bis die Vollkommenheit erscheint und die Wirklichkeit erreicht ist.“ (S. 353, Zitat 18)

Im Abschnitt V (vgl. Off15, Zitat 15) sieht Johannes sieben Engel (ich sehe darin die vollständige Liebe symbolisiert), die in Weiß (Reinheit) und Gold (dauerhafte Kostbarkeit) gekleidet sind und sie schütten ein für alle Mal die sieben Plagen aus – die „die Summe des menschlichen Elends“ darstellen (WuG, S. 574, Zitat 19). In den Abschnitt VI galoppiert das siegreiche Bild eines weißen Pferdes mit dem Reiter „treu und wahrhaftig“, das wahre Wort Gottes (vgl. Off 19, Zitat 16). Dieses Wort, als wahr akzeptiert, enthüllt, was augenblicklich wirklich ist, und einem verzweifelt Kranken sofortige Heilung bringt (vgl. Mt 8: 5-16, Zitat 18).

Die letzte Vision, die Johannes mitteilt, schließt den Kreis dieser Lektion. In der Offenbarung 21 sind wir wieder in der heiligen Stadt, aber jetzt sehen wir ihre wahre geistige Natur ( vgl. Zitat 19). Dieses „neue Jerusalem“, das allen offen steht, hat die Harmonie und Festigkeit perfekter Proportionen. Frei von allem, was beschmutzen oder Schaden verursachen könnte, ist sie dauerhaft durch die Gegenwart Gottes und Seines errettenden Christus erleuchtet. Können wir in diese heilige Stadt eingehen? Ja, natürlich. Sie ist, was tatsächlich wirklich ist, hier und jetzt! Denn wie Wissenschaft und Gesundheit versichert, wird das geistige Bewusstsein der Realität von Gott verliehen (vgl. S. 573, Zitat 26).

Nancy Fischer wohnt in Allen, Texas, USA. Am 24. September begleitet sie zum 28. Mal eine Reise ins Land der Bibel.

Share
Textgröße ändern
© The Christian Science Publishing Society. All rights reserved.
Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsbedingungen.  |  Kreuz und Krone  |  Kontakt mit uns