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Entdeckung - Inspiration - Heilung

Die geistige Substanz erfassen

„Was ist Substanz?“ Das ist die Frage, die in der Bibellektion dieser Woche mit dem Thema „Substanz“ aufgeworfen und beantwortet wird. Die Lektion zeigt, dass wir, wenn wir die wahre Bedeutung von Substanz (siehe Wissenschaft und Gesundheit, S. 468, Zitat 1) finden, zu einem tieferen Verständnis vom Himmelreich geführt werden (siehe ebd., S. 590, Zitat 26). Die Beziehung dieser beiden Begriffe wird bereits im Goldenen Text begründet: „… ihr habt im Himmel eine bessere und eine bleibende Substanz“ (Hebr 10:34).

Im täglichen Leben bezieht sich Substanz im Allgemeinen auf physische Materie. Und dann gibt es noch den „Missbrauch von Substanzen“, wie Drogen und Alkohol, und im Englischen wird eine reiche Person manchmal als „a person of substance“, eine vermögende Person, bezeichnet. Doch in der Christlichen Wissenschaft ist Substanz ganz und gar geistig.

Mary Baker Eddy wählte „Substanz“ nicht nur als Thema einer Bibellektion, sondern sie definiert sie auch im Kapitel „Zusammenfassung“ in ihrem Buch Wissenschaft und Gesundheit. „Substanz ist das, was ewig und zu Disharmonie und Verfall unfähig ist“, schrieb sie. „Wahrheit, Leben und Liebe sind Substanz, wie die Heilige Schrift dieses Wort im Hebräerbrief verwendet: ,Die Substanz der Dinge, die man erhofft, der Beweis der Dinge, die man nicht sieht.‘ Geist, das Synonym für Gemüt, Seele oder Gott, ist die einzig wirkliche Substanz. Das geistige Universum, einschließlich des individuellen Menschen, ist eine zusammengesetzte Idee, die die göttliche Substanz des Geistes widerspiegelt“ (S. 468, Zitat 1).

Diese Erklärung von Substanz im 1. Abschnitt liefert den Kern für diese Bibellektion. In jedem nachfolgenden Abschnitt wird ein Teil der Definition näher betrachtet. Der 2. Abschnitt behandelt „das, was ewig“ ist; der 3. und 4. Abschnitt erforscht die Tatsache, dass Substanz „zu Disharmonie und Verfall unfähig“ ist. Der 5. Abschnitt erklärt, wie Leben, Wahrheit und Liebe Substanz sind, und der 6. Abschnitt demonstriert, dass Geist „die einzig wirkliche Substanz“ ist.

Fundamental für das Verständnis von Substanz ist Glauben. Das elfte Kapitel des Hebräerbriefes enthält eine lange Aufzählung von biblischen Vorbildern, die „durch den Glauben“ dem Pfad Gottes gefolgt sind. Im Wechselseitigen Lesen werden drei von diesen Vorbildern genannt: Henoch, Abraham und Mose. Wenn die Bibel auch ausführliche und bekannte Geschichten über Abraham und Mose bringt, so ist doch der Bericht über Henoch kurz und verhältnismäßig unbekannt. Er ist der siebente Name auf einer Liste von zehn langlebigen Nachkommen von Adam über Set bis Noah. Die Beschreibung einer jeden Person ist fast identisch, bis wir bei Henoch und bei einem einzigen kurzen Satz angelangen, der alles verändert: „Und weil er mit Gott wandelte, nahm ihn Gott hinweg und er ward nicht mehr gesehen“ (1. Mose 5:24, Zitat 7). Dieser erstaunliche Hinweis auf die Ewigkeit deutet an, dass Henoch seine geistige Substanz gefunden und „das ewige Leben“ ergriffen hat (1. Tim 6:12, Zitat 9). Auch wir können erkennen, dass „die geistige Idee, deren Substanz im Gemüt liegt … ewig“ ist (Wissenschaft und Gesundheit, S. 267, Zitat 7).

Entgegen der weitverbreiteten Auffassung, Substanz sei materieller Reichtum, befasst sich die Lektion mit der „Tiefe des Reichstums, beides, der Weisheit und der Erkenntnis Gottes“ (Röm 11:33, Wechselseitiges Lesen). Es wird gezeigt, dass Unterweisung, Erkenntnis und Weisheit unvergleichbar sind mit Silber, Gold und Perlen und dass sie zu dem „bleibenden Gut“ gehören, das in Sprüche 8 (Zitat 2) aufgezählt ist. In dieser Passage wird Weisheit als eine Frau personifiziert; sie ist das „Ich“, das hier spricht: „… ich versorge mit Besitz [Substanz], die mich lieben.“ Weisheit zu lieben bringt reichen Gewinn und dauerhaften Segen, alles, was zur Sicherheit und zum Leben gebraucht wird, einschließlich gefüllter „Schatzkammern“. Wissenschaft und Gesundheit erklärt es folgendermaßen: „Weil Gott Substanz und der Mensch das göttliche Bild und Gleichnis ist, sollte der Mensch nur nach der Substanz des Guten, der Substanz des Geistes trachten, die er in Wirklichkeit schon besitzt, nicht nach der Substanz der Materie“ (S. 301, Zitat 25).

Jesus verstand ganz klar, dass Substanz geistig ist, als er die verdorrte Hand eines Mannes wiederherstellte (siehe Lk 6, Zitat 13) und zehn aussätzige Männer heilte (siehe Lk 17, Zitat 14). In Wissenschaft und Gesundheit heißt es: „Alle diese Taten zeigten deutlich Jesu Herrschaft über den Glauben, dass die Materie Substanz wäre ...“ (S. 369, Zitat 12). Jesus wirkte durch die „Kraft des Geistes“ (Lk 4, Zitat 12), die Kraft, die in dem Metapher von Gott als „Fels“ (5. Mose 32, Zitat 17) zum Ausdruck kommt sowie in der Vision des Offenbarers: „Nun ist das Heil und die Kraft und das Reich unseres Gottes geworden und die Macht seines Christus“ (Offb 12:10, Zitat 24). Diese Kraft ist heute anwesend wie Wissenschaft und Gesundheit bestätigt: „Wenn uns der Weg in Christian Science klar wird und wir das geistige Sein des Menschen erkennen, werden wir Gottes Schöpfung erblicken und verstehen – all die Herrlichkeiten der Erde und des Himmels und des Menschen“ S. 264, Zitat 29).

Welch eine substanzielle Lektion! Sie gibt uns eine klarere, machtvollere Möglichkeit, Substanz zu definieren und in dem Verständnis vom Himmelreich Fuß zu fassen.

Kathleen „Kat” Collins ist Pflegerin der Christlichen Wissenschaft in Godfrey, Illinois, USA. Sie hat einen Masterabschluss in Bibelstudien.

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