Von Kathy Fitzer
Um ein wirklich gutes Leben zu haben und um die beständige Güte der Segnungen Gottes zu erleben, müssen wir „das Leben wählen.“ Die Bibellektion dieser Woche zum Thema „Leben“ zeigt uns wie: „… dass du den Herrn, deine Gott liebst und wandelst in seinen Wegen und seine Gebote und Rechte hältst.“ (5. Mose 30:15, Zitat Nr. 5)
Diese Erklärung in „Wissenschaft und Gesundheit“ liefert uns die Struktur für diese Lektion: „Der Mensch ist kein Pendel, [siehe 2. Abschnitt] das zwischen Böse und Gut, [3. Abschnitt] Freude und Leid, [4. Abschnitt] Krankheit und Gesundheit, [5. Abschnitt] Leben und Tod [6. Abschnitt] hin und her schwingt.“ (Seite 245, Zitat Nr. 4)
Menschlich gesehen besteht das Leben aus guten und schlechten Zeiten - Tagen und Nächten. Aber Gott ist unveränderlich. Da existieren keine Höhen und Tiefen wie bei einem Pendel, das hin und her schwingt. Es gibt kein Alter und kein Verfall - nur die tägliche Offenbarung des Guten. Gott kennt keine Zeit. Gott macht keinen Unterschied zwischen „einem Tag“ oder „tausend Jahren“. (2. Petr 3:8, Zitat 6) Eine Stelle aus Wissenschaft und Gesundheit, die sich darauf bezieht, lautet so: „Gemüt misst die Zeit nach dem Guten, das sich entfaltet.“ (Seite 584, Zitat 9) Leben, das aus Gott ist, kennt keinen Zyklus aus Licht (Tag) und Dunkelheit (Nacht). Gemüt, Leben, kennt nur die Beständigkeit des Lichts. Wie Licht Dunkelheit zerstört, so zerstört Gottes Licht Krankheit und offenbart Gesundheit.
Jesus identifizierte sich als das Licht der Welt und er forderte die Juden eindringlich auf, ihm nachzufolgen, so wie sie der Lichtsäule beim Auszug aus Ägypten nachgefolgt waren. Für ihn war Krankheit eine andere Form von Knechtschaft. Trotz der Opposition der Pharisäer mit ihrer düsteren Auslegung des Gesetzes Gottes befahl Jesus einem Mann, seine verdorrte Hand auszustrecken, um die Fülle der Gesundheit, die Gott uns verleiht zu empfangen - und der Mann wurde gesund. (Lk 6:6-10, Zitat 19)
Im täglichen Leben werden wir immer wieder dazu aufgefordert, zwischen Gut und Böse zu wählen. Manchmal möchte es scheinen, als ob diejenigen, die das Böse wählten, ein besseres Leben führen würden als diejenigen, die das Gute wählten. Aber weise warnt die Bibel die Gläubigen: „Dein Herz sei nicht neidisch auf den Sünder“ (Spr 23:17, Zitat 12). Um ein gutes Leben zu führen, müssen wir uns immer wieder vom Bösen abwenden und Gutes tun. (Ps 34:15, Zitat 10) In diesem 3. Abschnitt, in dem ein paar ganz spezielle Versuchungen aufgeführt sind, die die Menschen meiden sollten, erklärt Wissenschaft und Gesundheit ausführlich: „Wenn der Mensch nicht über die Leidenschaften siegt, vernichten sie Glück, Gesundheit und Menschlichkeit.“ (Seite 407, Zitat 13)
Übermäßige Aufmerksamkeit für Geld könnte eine dieser Leidenschaften sein. Reich oder arm zu sein garantiert nicht entweder Glück oder Sorge - oder veranlasst uns, zwischen beidem hin und her zu schwanken. Die Zuneigung zum Reichtum, nicht der Reichtum als solcher wird verurteilt. Jesu Gleichnis vom Menschen, der größere Scheunen bauen ließ, um mehr Platz für seine Vorräte zu haben, endet damit, dass dieser Mensch sein Leben verliert. (Lk 12:16-21, Zitat 16). Wenn wir uns darauf konzentrieren, unseren Reichtum zu vergrößern, verlieren wir Gott als die Quelle alles Guten aus den Augen und versäumen, das Fundament zu erstellen, das aus selbstloser Liebe besteht und das nötig ist, um das Leben zu erhalten und dauernde Freude zu erleben.
Das Wechselseitige Lesen teilt uns die Geschichte eines Mannes mit, der zu Jesus kam und nach dem ewigen Leben forschte. Jesus tadelte den Menschen, weil er Jesus gut nannte, weil nur Gott das einzig Gute ist. Jesus erklärte dem Menschen, er müsse die Zehn Gebote einhalten, besonders diejenigen, welche die Behandlung unseres Nächsten betreffen. Der Mann begehrte auf. Er hatte das schon immer getan. Was sollte er sonst noch tun? Er müsse sich nicht nur davon fernhalten, seinem Nächsten Schaden zuzufügen, sondern er solle auch anderen dienen, seine Besitztümer verkaufen und Jesus nachfolgen. Er würde Leben finden, wenn er die materielle Abhängigkeit eintauschte gegen die „Schätze im Himmel“. Mit anderen Worten, wir können nicht die beständige Liebe Gottes erkennen (siehe Goldener Text, Ps 52:3) - die Quelle des ewigen Lebens und des immerwährenden Guten - während wir uns mit der Materie beschäftigen.
Um diese Lektion abzurunden, haben wir das Beispiel einer treuen, großzügigen Nachfolgerin Christi Jesu, nämlich Tabea. Ihr selbstloses Teilen mit anderen und ihre lebenslange Hingabe zu Gott zeigen einen scharfen Kontrast auf zur lebensberaubenden Praxis der Menschen, die sich von ihren materiellen Reichtümern nicht trennen konnten. Tabea hatte all das getan, was Jesus als nötig ansah, um das ewige Leben zu erlangen. Und doch war nun Tabea tot. Petrus trieb alle Personen aus dem Raum, die daran glaubten, dass Tabea gestorben war, und dann wandte er sich von ganzem Herzen an Gott und sah das ununterbrochene Leben. Er befahl Tabea aufzustehen. Als sie ihre Augen öffnete, die der materielle Glaube geschlossen hatte, wählte sie das Leben. (Apg 9:36-41, Zitat 20)
Mary Baker Eddy schrieb: „Wir müssen alle lernen, dass Leben Gott ist.“ Sie zeigt auf, dass, wenn wir unser Leben im Gehorsam Gott gegenüber leben und wenn wir Ihm vollständig vertrauen und wir unsere Liebe Ihm gegenüber ausdrücken, indem wir unseren Nächsten lieben, „…dann wird der Weg immer heller werden ‚bis zum vollen Tag‘“ (WuG, Seite 496, Zitat 25). Das ist das gute Leben!
Katherine R. Fitzer ist Praktikerin der Christlichen Wissenschaft, die teils ins St. Louis, Missouri, und teils in Park City, Utah, USA lebt.