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Entdeckung - Inspiration - Heilung

„Lasst uns miteinander seinen Namen erhöhen!“

Die Zahl Sieben wird in der Bibel als Symbol für Vollständigkeit verwendet. Der Autor des Buches Offenbarung nutzte diese Zahl außerdem, um besonders wichtige Ideen hervorzuheben. Er beschreibt Christus als denjenigen, „der die sieben Geister Gottes hat und die sieben Sterne“ (Offenbarung 3:1; Zitat 21). Später, als er in einer Vision einen Thron sieht, heißt es: „… ein Thron stand im Himmel und auf dem Thron saß einer. … sieben Fackeln mit Feuer brannten vor dem Thron, das sind die sieben Geister Gottes“ (Offenbarung 4:2, 5, Zitat 4). Diese siebenfache Vision ist das Herzstück der aktuellen Bibellektion mit dem Titel „Gott“.

Moses entdeckt die umfassende Natur Gottes in Seiner Erscheinung am brennenden Busch. Hier gibt es keine distanzierte Gottheit, sondern einen Erlöser: „Ich bin herniedergefahren, dass ich sie errette“ (2. Mose 3:8). Dieser Begegnung, die den größten Teil des Wechselseitigen Lesens ausmacht, wird folgender Goldene Text aus den Psalmen vorangestellt: „Preiset mit mir den Herrn, und lasst uns miteinander seinen Namen erhöhen“ (34:4). Das hebräische Wort, das mit „preisen“ übersetzt wurde, bedeutet im Original auch „wachsen, großartig oder wichtig werden, befördern, mächtig machen, preisen, Großartiges vollbringen.“ Die New Living Translation verändert diesen Vers sinngemäß so: „Kommt, lasst uns von Gottes Großartigkeit erzählen; lasst uns miteinander seinen Namen preisen.“

Die neun Abschnitte dieser Lektion „erzählen von Gottes Großartigkeit.“ Wissenschaft und Gesundheit erweitert unsere Sichtweise mit Fragen und Antworten:

Frage. – Was ist Gott?
Antwort. – Gott ist Gemüt, Geist, Seele, Prinzip, Leben, Wahrheit, Liebe, die unkörperlich, göttlich, allerhaben, unendlich sind.
Frage. – Sind diese Ausdrücke synomym?
Antwort. – Ja. Sie beziehen sich auf einen absoluten Gott. Sie sollen auch die Natur, das Wesen und die Gesamtheit Gottes ausdrücken. (S. 465, Zitat 1)

Sieben Abschnitte der Lektion sind diesen Synonymen für Gott gewidmet, in eben der Reihenfolge wie sie in Wissenschaft und Gesundheit aufgeführt sind. Drei dieser Abschnitte beinhalten Berichte von Jesu Heilungen, die jeweils von einem der göttlichen Synonyme eingerahmt werden.

In einem Bericht begegnet Jesus Jairus, „der ein Vorsteher der Synagoge war“ (Lukas 8:41, Zitat 14), und dessen Tochter krank ist. Diese Geschichte erscheint auch bei Markus 5:21-43 und bei Matthäus 9:18-26. Lukas schließt das Detail mit ein, dass es sich bei dem Kind um Jairus‘ „einzige Tochter“ handelt. Jesu entschiedene Schritte, mit denen er das Leben der Mädchens wiederherstellt, sind lehrreich. Wissenschaft und Gesundheit erklärt, „Jesus lehrte den Weg des Lebens durch Demonstration, damit wir verstehen können, wie dieses göttliche Prinzip die Kranken heilt, Irrtum austreibt und über den Tod triumphiert“ (S. 25, Zitat 13).

Der Heiland heilt eine Frau, die schon 18 Jahre lang krank war, und bringt außerdem seine Gegner in einer erinnerungswürdigen Begebenheit zum Schweigen (Lukas 13:11-17, Zitat 16). Das Volk feiert ihn für „alle herrlichen Taten, die durch ihn geschahen“, einschließlich seiner praktischen und wahren Worte. In diesem Bericht gründet ein Vorsteher der Synagoge (im Gegensatz zu dem hartnäckigen Jairus) seine Einwände gegen Jesu Heilwerk auf das jüdische Gesetz, welches Arbeiten am Sabbat untersagt. Jesus hingegen wendet ein, dass das Gesetz Ausnahmen macht und zwar für die wichtigsten Aufgaben eines Tages, solche, die nicht verschoben werden können, wie zum Beispiel das Tränken von Vieh. Er impliziert, dass leidende Menschen mindestens dieselbe Beachtung verdienen wie durstige Tiere und dass die Erlösung der Frau nicht verzögert werden kann.

Das Markusevangelium hält fest, dass es Jesus „jammerte“, als ein Aussätziger darauf vertraut, dass Jesus ihn „reinigen“ kann (Markus 1:40- 42, Zitat 20). Jesu Liebe und Mitgefühl führen zu einer sofortigen Heilung. Das folgende Zitat beschreibt, wie Jesus öffentlich aus dem „Buch des Propheten Jesaja“ vorlas (Lukas 4:17-19, Zitat 19). Dieses war von Hand auf eine lange Schriftrolle geschrieben, auf der ausschließlich der Text von Jesaja stand, allerdings ohne Angaben von Kapiteln, Versen oder Überschriften – Leser mussten den Text folglich sehr genau kennen, um die passende Stelle zu finden. Die Worte, die Jesus vorliest, passen jedenfalls genau zu dem, was Jesus schon die ganze Zeit getan hatte, und sie schließen außerdem die göttliche Anordnung ein, die „zerbrochenen Herzen“ zu heilen. Auf Letzteres nimmt auch die korrespondierende Stelle in Wissenschaft und Gesundheit Bezug, wo Mary Baker Eddy anregt: „Wenn wir den Kranken ihre Gefängnistüren öffnen wollen, müssen wir erst lernen, die zerbrochenen Herzen zu verbinden“ (S. 366, Zitat 21).

Wissenschaft und Gesundheit erklärt, „Geist, Leben, Wahrheit, Liebe vereinigen sich zu Einem – sie sind die biblischen Namen für Gott“ (S. 275, Zitat 2). Jeder Abschnitt baut eine biblische Basis für die sieben Synonyme auf. Die göttliche Unendlichkeit, die durch diese sieben Namen für Gott verstanden wird, befreit uns von Fesseln jeder Art. Diese Freiheit wird im letzten Abschnitt gefeiert, wo Wissenschaft und Gesundheit die Taten von Jesus Christus bestätigt: „Die Macht Gottes bringt den Gefangenen Befreiung. Keine Macht kann der göttlichen Liebe widerstehen“ (S. 224, Zitat 23).

Michael Hamilton lehrt Religion am Principia College in Elsah, Illinois, USA.

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