Von Abby Fuller
Gott enthüllt wunderbare Taten durch Propheten und ihre Visionen. Die Bibellektion dieser Woche mit dem Titel „Christliche Wissenschaft“ ist voll von Prophezeiungen, die entweder einmal oder mehrmals in späteren Generationen erfüllt wurden.
Wissenschaft und Gesundheit definiert Prophet wie folgt: „Ein geistiger Seher; das Verschwinden des materiellen Sinnes vor den bewussten Tatsachen der geistigen Wahrheit“ (S. 593). Und im Wechselseitigen Lesen für diese Woche hören wir vom Propheten Hesekiel (12:23 nach der englischen Bibel), dass „die Tage [bereit] sind und die Wirkung einer jeden Vision“. Uns wird versprochen, dass wir für die Erfüllung von Prophezeiungen nicht auf irgendeine ungewisse zukünftige Zeit warten müssen, ehe wir uns der Wahrheit, die die Propheten uns gezeigt haben, sicher sein können.
In Abschnitt I dieser Woche hat der Prophet Sacharja (Kap. 4:2) eine Vision von seinem Tag, der erneuert wird in der Offenbarung (Kap. 11, Zitat 6) und erfüllt in Wissenschaft und Gesundheit (s. S. 84, Zitat 1). Die Bibelzitate erwähnen Kerzenleuchter (Kerzenständer), Olivenbäume und prophetisch erwählte Zeugen. Zu jener Zeit waren die Dochte der Lampen üblicherweise in Behälter mit Olivenöl, nicht in festes Wachs, getaucht. Die Olivenbäume mit ihrer jährlichen Produktion von Öl versprachen eine konstante Versorgung mit Öl für die Lampen.
Die beiden Zeugen in Sacharja sind Josua, der Priester, und Serubbabel, der König. Sie wurden beide mit Olivenöl gesalbt, als sie in ihre Positionen geweiht wurden. In Erste Kirche Christi, Wissenschaftler, und Verschiedenes, führt Mary Baker Eddy die beiden Zeugen als Jesus Christus und Christian Science (S. 347, siehe auch WuG, S. 84, Zitat 1) auf. Eddy sah Christian Science prophetisch als den Tröster, parakletos (s. Joh 14:16, 26, Zitat 4 und WuG, S. 55, Zitat 6). Dieses griechische Wort wurde auch als Ratgeber, Fürsprecher und Helfer übersetzt und wurde nur fünf Mal im Neuen Testament gefunden – vier Mal im Johannesevangelium und einmal im 1. Brief des Johannes.
In Abschnitt II führt Jesus Psalm 78:2 an und interpretiert ihn erneut, dort heißt es: „Ich will meinen Mund auftun zu einem Spruch und Geschichten verkünden aus alter Zeit.“ Mit dem zweiten Satzteil sagt Jesus: „Ich werde Dinge verkünden, die geheim gehalten wurden von Anfang der Welt an“ (Matth 13:35, Zitat 9). Jesus ist nicht nur die Erfüllung der Schrift; er ist auch ein Rabbiner, der andere die Schrift lehrt und sie ihnen erläutert, und ein Prophet, der für die Gegenwart und Zukunft spricht – manchmal schlicht, manchmal in Gleichnissen.
Die tugendhafte Frau in den Sprüchen 31, genannt in Abschnitt V, repräsentiert den idealisierten weiblichen Menschen (Zitat 17). Sie ist begehrt, aber man glaubt nicht, dass sie im wirklichen Leben existiert. Wissenschaft und Gesundheit bietet eine aktuellere Bedeutung unserer perfekten Männlichkeit und Weiblichkeit: „Die Frau in der Apokalypse symbolisiert die Gattung Mensch, die geistige Idee Gottes; sie veranschaulicht die Koinzidenz von Gott und Mensch als göttliches Prinzip und göttliche Idee“ (S. 561, Zitat 18).
Die Summe der Zeit, die die Zeugen predigen werden und in der die Frau, bekleidet mit der Sonne, behütet wird, ist angegeben mit „eintausendzweihundertundsechzig“ Tagen. Diese Zahl ist in der Bibel nur in der Offenbarung 11:3 und 12:6 (Zitate 6, 19) aufgeführt. Das sind 3 ½ Jahre oder 42 Monate, wenn der hebräische Kalender mit 360 Tagen zugrunde gelegt wird. Das Wort Offenbarung ist eine Übersetzung des griechischen Wortes apokalupsis (Apokalypse), welches auf Enthüllung oder das Entfernen eines Schleiers hinweist. Es wurde in seinen 19 Anwendungen im Neuen Testament auch als Manifestation, Erscheinen, Kommen und Erleuchtung übersetzt.
Der Autor der Offenbarung – traditionell glaubt man, dass sie von Johannes, dem geliebten Jünger stammt –, arbeitet durchgehend durch die Offenbarung, um seine Vision nochmals zu erzählen. Er fühlte sich klar dazu genötigt kundzutun, was er gesehen hatte, auch wenn es verschlüsselt geschrieben wurde; man glaubte, es sei geschrieben worden, als er auf der Insel Patmos gefangen gehalten wurde, weil er Christ war. Wenn Johannes seine Visionen deutlich geschrieben hätte, wären sie zensiert worden. Und in Abschnitt IV wurde Habakuk gesagt, dass es nicht ausreicht, eine Prophezeiung mündlich zu geben; er musste seine Vision niederschreiben (s. Zitat 14). Die Prophezeiungen wurden als Schriften aufbewahrt, um es uns zu ermöglichen, ihre Erfüllung zu sehen.
Die Lektion dieser Woche enthält ebenfalls dieses prophetische Versprechen aus dem letzten Markus-Kapitel: „Die Zeichen aber, die folgen werden denen, die da glauben, sind diese: in meinem Namen werden sie böse Geister austreiben; … auf Kranke werden sie die Hände legen, so wird’s besser mit ihnen werden“ (Zitat 13). Offenkundig können wir durch das Verstehen unserer Männlichkeit und Weiblichkeit die Arbeit von Jesus und den Aposteln fortsetzen, indem wir biblische Prophezeiungen nochmals erfüllen, unsere Freiheit von Kummer und Begrenzung demonstrieren und die Welt heilen.
Abigail Fuller hat den Master-Abschluss in Physik erworben und arbeitet an ihrem Master-Abschluss in Theologie am San Fransisco Theological Seminary. Sie lebt in San Anselmo, Kalifornien, USA.
Linguistischer Kommentar von Galen Goldsmith
Hebräisch: (King James Version) Jesaja 52:10 Der HERR hat offenbart seinen heiligen Arm vor den Augen aller Völker, dass aller Welt Enden sehen das Heil unsres Gottes.
Zroa, (gesprochen zi-ro-ah) Arm, Schulter, Stärke. Im Hebräischen finden wir oft einen bestimmten Arm oder eine bestimmte Schulter als bildliche Darstellung von Stärke. Die Hand oder der Arm des Herrn kam nicht, um Muskelkraft darzustellen, sondern die spirituelle Kraft Gottes. Diese Metapher ist so alt wie Moses, denn es wurde oft über den Auszug geschrieben, dass Gott sie mit starker Hand und erhobenem Arm hinausgeführt hat. Es wurde ebenfalls gesagt, dass Gott das Gesetz durch die Hand Moses gegeben hat. Es ist tatsächlich nicht nur seine Hand, sondern alles, was Moses tat, seine gesamte Fähigkeit, alle seine Kräfte, die mit der Hand des Herrn zusammenarbeiten. Diese Metapher wurde so lange gelebt und ist so relevant, dass wir immer noch sagen: „Ich lege es in Gottes Hände“, und durch das Lied „He's got the whole world in His hand“ (Er hält die ganze Welt in seiner Hand) getröstet sind.
Griechisch: (King James Bibel) 2. Petrus 1:21 Denn es ist noch nie eine Weissagung aus menschlichem Willen hervorgebracht worden, sondern getrieben von dem heiligen Geist haben Menschen im Namen Gottes geredet.
Phero (gesprochen fir'-o), stützen, tragen. Dieses ist ein interessantes Wort, weil es für so viele Dinge benutzt wurde. In diesem Vers kommt die Prophezeiung nicht nur zum Propheten, sondern sie trägt den Propheten. Denkt man an die zeitgleiche Natur der Inspiration, erhebt sie uns durch ihr Erscheinen.