Von Genelle Austin-Lett
Beim Studium dieser Wochenlektion mit dem Thema „Gott der Erhalter des Menschen“ treffen wir auf Lösungen für viele Furchtgedanken in unserer heutigen Welt. Jesu Warnung vor der Zerstörung des Tempels und Jerusalems (siehe Lukas 21, Zitat 24) erscheint wie heutige Schlagzeilen über Kriege, Aufstände, Erdbeben und Hungersnöte. Jesus ermahnt die Jünger wachsam zu sein – lasst euch nicht irreführen oder faszinieren durch Anzeichen, sondern bleibt auf Gott zentriert.
Wenden wir unseren Blick sofort auf Gott, wenn wir von erschütternden Wirtschaftkrisen, Revolutionen oder Naturkatastrophen hören? Diese Lektion zeigt uns, wie wir alles Gott anheimstellen können und nicht unserem eigenen Ermessen oder etwa Gott auch noch Anweisungen geben, wie Er die Dinge handhaben müsse.
Es gibt viele Möglichkeiten, diese Lektion aufzuschlüsseln, aber wir greifen zwei davon heraus. Eine Definition von Glaube ist „Ja Sagen“ zu Gott durch den Menschen (Interpreter’s Dictionary of the Bible, Bd. 2, S. 222). Beim Studium dieser Lektion können Sie Gelegenheiten sehen, wie Sie Furcht (Nein sagen zu Gott) in Glauben verwandeln können. Eine andere Möglichkeit ergibt sich, wenn man die Entwicklung der Definition von „Himmelreich“, wie sie in Wissenschaft und Gesundheit gegeben wird, im Verlauf der Lektion betrachtet: „Lasst Selbstlosigkeit, Güte, Barmherzigkeit, Gerechtigkeit, Gesundheit, Heiligkeit, Liebe – das Himmelreich – in uns herrschen, und Sünde, Krankheit und Tod werden abnehmen, bis sie schließlich ganz verschwinden“ (S. 248, Zitat 30).
Abrams Selbstlosigkeit demonstriert seine Furchtlosigkeit im Angesicht seiner Feinde. Gott sagt: „Fürchte dich nicht, Abram, ich bin dein Schild und dein sehr großer Lohn“ (1. Mose 15:1, Zitat 4). In dem vorhergehenden Kapitel (1. Mose 14) rettete Abram mit 318 seiner Diener seinen Neffen Lot und die Gefangenen von Sodom aus den Händen der vier königlichen Armeen. Bera, der König von Sodom, dankte Abram für die Heimkehr seiner Leute. Er sagte Abram, er solle die eroberten Besitztümer als Geschenk behalten, weil er den Feind besiegt hat. Abraham zeigt hier „die lebenserhaltende Kraft des geistigen Verständnisses“ (WuG, S. 579, Zitat 4), er wollte seinen Glauben an Gott nicht gegen Kriegsbeute eintauschen. Gott war wirklich sein Schild und sehr großer Lohn.
Als die Israeliten im Exil waren, erhielten sie die tröstende Zusage des Propheten Jeremia, dass Gott voller Gnade und Güte ihnen gebe „Gedanken des Friedens und nicht des Leides, dass ich euch gebe das Ende des ihr wartet“ (Jer 29:11, Zitat 8). „Ende“ bedeutet hier „Zukunft“, wie im Brief an die Hebräer berichtet wird. Gott würde sie aus allen fremden Ländern sammeln und nach Hause bringen. Aus ihrer Hoffnungslosigkeit in der Gefangenschaft wurden sie gnädig durch Gottes Liebe erlöst. Gott sendet seine Engel, „… die Inspiration von Güte, Reinheit und Unsterblichkeit, die allem Bösen, aller Sinnlichkeit und Sterblichkeit entgegenwirkt“ (WuG, S. 581, Zitat 8).
Das Wesen der Gerechtigkeit wird in der Geschichte von den Töchtern angesprochen, die ihres Vaters Erbe nicht antreten konnten, weil es keinen männlichen Erben gab (4. Mose 27:2-8, Zitat 12). Es war damals Brauch, dass nur Söhne Erbe des Vaters antreten konnten, und wenn es keinen Sohn gab, ging der Besitz an einen Bruder oder einen anderen männlichen Teil der Familie über. Damals wurden Frauen als Besitz bei den Hebräern angesehen. Nach Zelophehads Tod wandten sich seine Töchter mutig an Mose, ihnen zu erlauben, den Besitz und das Erbe anzutreten. Mose wandte sich an Gott, und der sagte ihm, die Töchter könnten ihres Vaters Besitz erben, genau wie seine Söhne es hätten tun können. Das Gesuch der Töchter berücksichtigte die Integrität ihres Vaters; denn er war niemals Teil der Rebellion von Korah gegen Mose. Wäre er beim Aufstand dabei gewesen, hätte er sein Land und die Erbrechte verloren.
Als Jesus den Sohn des königlichen Beamten heilte, ersetzte Glaube die Furcht des Vaters (Joh 4:46-53, Zitat 14).
Barnabas’ Glaube, seine Furchtlosigkeit und seine Heiligkeit, die er bei der Beratung von Paulus zeigt, der früher als Christenverfolger bekannt war, öffneten diesen beiden den Weg für ihre Missionsarbeit (Apg 13:49-52, Zitat 17). Im Angesicht von Verfolgung klingen Paulus’ Worte heute sehr wahr: „… denn ich bin gewiss, dass weder Tod noch Leben, weder Engel noch Mächte noch Gewalten, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, weder Hohes noch Tiefes noch eine andere Kreatur uns scheiden kann von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unsrem Herrn“ (Römer 8:38,39, Zitat 19).
Diese Lektion zeigt, wie Gott uns von unseren Feinden, von Furchtgedanken, Ungerechtigkeiten, Krankheiten, von Verfolgungen und Endzeit-Vorhersagen jetzt und immer befreit. Wir müssen Gott unser „Ja“ entgegen bringen, die Furcht aufgeben und sie durch Glauben ersetzen. „Wenn es uns gelingt, mehr Glauben an die Wahrheit des Seins als an den Irrtum zu haben, mehr Glauben an Geist als an Materie, mehr Glauben an Leben als an Sterben, mehr Glauben an Gott als an den Menschen, dann können uns keine materiellen Voraussetzungen daran hindern, die Kranken zu heilen und Irrtum zu zerstören“ (WuG, S. 368, Zitat 21).
Genelle Austin-Lett leitet BibleWise.com und coacht den Debattierklub an der Staatlichen Universität San José von Kalifornien.
Linguistischer Kommentar von Galen Goldsmith
Hebräisch: Psalm 86:2 Bewahre meine Seele, denn ich bin dein. /Hilf du, mein Gott, deinem Knechte, der sich verlässt auf dich.
Hebräisch ba-tach (ch wie in Bach) wird in vielen Versen des Alten Testaments für das Verlassen auf Gott benutzt; sie werden unten gesammelt aufgeführt, damit der Leser die Stellen zum Vertrauen auf Gott bei allen möglichen Gegebenheiten des Alten Testaments nachspüren kann. 1
Batach impliziert Vertrauen im Gegensatz zu Schüchternheit. Auf Gott vertrauen ist eine Eigenschaft der Rechtschaffenheit, welche den Menschen kühn wie einen Löwen werden lässt. Das traf sicher auf David zu, als er gegen Goliat kämpfte. Hebräische Wörter bezeichnen oft ein ganzes Spektrum von Erfahrungen und so wird batach auch für Sorglosigkeit gebraucht, was von falschem Vertrauen kommt. Dennoch ist dieses Wort schön, weil es zuerst für das ideale Ergebnis von Ruhe und in Sicherheit sein steht.
Griechisch: Lukas 21:19 Seid standhaft, und ihr werdet euer Leben gewinnen.
Uopomone (hoop-om-on-ay’) ist eine andere wunderbare Eigenschaft, eine grundlegende Standhaftigkeit des Gemüts, die bestehen bleibt, sogar wenn es schwierig wird. Diese Standhaftigkeit wird durch Hoffen, Erwarten und Vertrauen auf das Ergebnis inspiriert. Es ist eine Art Seelenstärke, die Beständigkeit und Charakterstärke verleiht. Es ist die Loyalität, die uns nicht vom Ziel abschweifen lässt, selbst wenn wir verfolgt werden.
1 (1) Auf Gott vertrauen: 2. Kön.18:5; 19:10; 1 Chr. 5:20; Ps. 9:11; 21:8; 22:5, 6; 25:2; 26:1, 28:7; 32:3;37:3; 40:4; 55:5; 56:12; 62:9; 84:13; 91:2; 112:7; 115:9-11; 125:1; 143:8; Spr. 16:20;29:25; Jes. 26:3,4; 37:10; Jer. 17:7; 39;18; Zeph. 3:2; (2) Auf den Namen Gottes vertrauen: Ps. 33:21; Jes. 5:10; Auf Gottes Barmherzigkeit vertrauen: Ps. 13:6; 52:10; Auf Gottes Wort vertrauen: Ps. 119:42; Auf Gottes Rettung vertrauen: Ps. 78:22; (3) Auf Gott vertrauen, sich auf Gott verlassen: Ps. 31:15; 37:5; Spr. 28:25; Jer. 49:11 (4) Auf Gott hoffen: 2. Kön. 18:22; (= Jes. 36:7); Ps. 4:6; 31:7; 56:4; 86:2; Spr. 3:
2 1. Thessalonicher 1:3